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LOHNSTEUER | Das scheinbare „Sachbezüge-Paradoxon“

Tausch Hubert

In letzter Zeit kam es in der Fachliteratur zu heftigen Diskussionen, inwieweit die derzeit geltenden Regelungen für die Sachbezugsbesteuerung (zB für Firmen-PKW) zu einer Gleich- oder Ungleichbehandlung gegenüber Barbezügen führen. Auch die ICON-Mitarbeiter TAUSCH/WALLNER haben sich mit einem Aufsatz an diesem Literaturstreit beteiligt.
 

Der zwischenzeitig emeritierte Steuerrechtsprofessor Dr. Werner DORALT, der schon seit Jahren (tatsächliche und vermeintliche) Steuerprivilegien aufdeckt und kritisiert, hat unlängst in einem Fachaufsatz die derzeitig gültige Besteuerung von Sachbezügen (geldwerte Vorteile iS § 15 Abs 2 EStG) in Frage gestellt, was sowohl in der Fachwelt als auch in den Medien einiges Aufsehen erregt und zu heftigen Diskussionen geführt hat. Der Frage, inwieweit die derzeitige Besteuerungspraxis von Sachbezügen tatsächlich ungerecht ist, sind ua auch unsere Mitarbeiter Hubert TAUSCH und Stefan WALLNER nachgegangen und in ihrer Replik auf Doralt zu dem Ergebnis gelangt, dass bei korrekter Vergleichsrechnung (Unterscheidung von Netto- und Bruttolohnvereinbarungen) Sach- und Barbezüge grundsätzlich sehr wohl einer gleichen Steuerbelastung unterliegen und es demnach keinSachbezüge-Paradoxon“ gebe. Dies gelte nicht nur für die Lohnsteuer sondern in gleicher Weise auch für die anderen außerbetrieblichen Einkünfte sowie auch für den betrieblichen Bereich. Davon zu unterscheiden sei freilich die Frage der Steuergerechtigkeit in jenen Fällen, wo die der Sachbezugsbesteuerung zugrunde gelegten Bemessungsgrundlagen (zB max. 720 EUR pro Monat für Firmen-PKW, vgl dazu auch unseren <link http: www.icon.at de publikationen news detail external-link-new-window externen link in neuem>NL-Beitrag vom 13.3.2014 „LOHNSTEUER – Anhebung der PKW-Sachbezugswerte ab 1.3.2014!“) erheblich unter den aktuellen Verkehrswerten liegen. 

Der Aufsatz von TAUSCH/WALLNER wird in Kürze in der Österreichischen Steuerzeitung (ÖStZ) erscheinen.
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