Ein ausländischer Arbeitgeber vereinbart mit seinem Dienstnehmer, gelegentlich von zuhause aus zu arbeiten. Befindet sich dieses „Home-Office“ in Österreich, sollten seitens des Arbeitgebers schon bisher die Warnlampen bezüglich einer eventuellen LSt-Abzugsverpflichtung aufleuchten, wobei bisher umstritten war, inwieweit ein Home-Office in Österreich eine Lohnsteuerbetriebsstätte des ausländischen Arbeitgebers und somit dessen LSt-Einbehaltsverpflichtung begründen kann. Diese Zweifelsfragen werden ab 1.1.2020 hinfällig, zumal in derartigen Fällen künftig nicht mehr auf das Vorliegen einer
Mit dem Rechnungslegungs-Änderungsgesetz 2014 (RÄG 2014) wurden im Unternehmensgesetzbuch (UGB) umfassende Neuerungen eingeführt, die teilweise über die unionsrechtlichen Vorgaben bzw Mindeststandards für eine EU-konforme Rechnungslegung hinausgehen und in der Praxis teilweise zu Problemen und Unklarheiten geführt haben. Im Rahmen des „Anti-Gold-Plating-Gesetz 2019“ erfolgten nunmehr erste Rücknahmen von Übererfüllungen unionsrechtlicher Vorgaben, insbesondere auch betreffend die Rechnungslegungsvorschriften nach dem UGB. Im nachfolgenden Beitrag sollen die wesentlichen Neuerungen für die
§ 6 Abs 2 UStG idF 1. StabG 2012, wonach Vermietungs- und Verpachtungsumsätze nur noch dann umsatzsteuerpflichtig behandelt werden dürfen, wenn die Mieterin nahezu ausschließlich zum Vorsteuerabzug berechtigte Umsätze erzielt, gilt für nach dem 31.8.2012 neu begründete Mietverhältnisse. Im Falle einer Verschmelzung tritt hingegen die aufnehmende Gesellschaft im Wege der Gesamtrechtsnachfolge in sämtliche Rechts- und Vertragsverhältnisse der übertragenden Gesellschaft ein. Zur Umsatzsteuerpflicht optierte Mietverhältnisse der übertragenden Gesellschaft können daher unverändert auch bei der
Eine Darlehensgewährung gegenüber verbundenen Unternehmen kann auch ohne schriftlichen Vertrag fremdüblich sein. Zu diesem Schluss kam zumindest das Bundesfinanzgericht in einer aktuellen Entscheidung. Maßgeblich sei primär die ernsthafte Rückzahlungsabsicht im Zeitpunkt der Darlehensgewährung, was eine einzelfallspezifische Sachverhaltsfrage darstellt. Ein schriftlicher Vertrag stellt freilich ein gewichtiges Indiz für den wahren wirtschaftlichen Gehalt einer Darlehnesvereinbarung bzw auch für die Rückzahlungsabsicht dar. Ein schriftlicher Vertrag für eine Konzernfremdfinanzierung ist daher
Am 19.9.2019 wurde im Rahmen des AbgÄG 2020 das neue EU-Meldepflichtgesetz (EU-MPfG) vom Nationalrat beschlossen. Das EU-MPfG verpflichtet sog. „Intermediäre“ (wozu insbesondere auch Steuerberater, Rechtsanwälte und Banken gehören), unter Umständen aber auch die relevanten Steuerpflichtigen selbst, bestimmte grenzüberschreitende Gestaltungen binnen einer Frist von 30 Tagen elektronisch an das Finanzministerium zu melden. Mit diesem neuen Gesetz wurde die sechste Änderung der EU-Amtshilferichtlinie über den automatischen Informationsaustausch („DAC 6“) in nationales Recht umgesetzt. Mit dem
Die Organisation der Finanzverwaltung wird durch das am 19.9.2019 im Nationalrat beschlossene Finanz-Organisationsreformgesetz (FORG) völlig neu strukturiert. Insbesondere werden im Zuge dieser Reform bis 1.7.2020 die derzeit 40 Finanzämter in zwei Organisationseinheiten zusammengeführt, nämlich in das „Finanzamt Österreich“ sowie das „Finanzamt für Großbetriebe“. Daneben wird es noch einige Spezialämter geben. Wann Sie als „Großbetrieb“ gelten und daher künftig in die umfassende Zuständigkeit des Finanzamtes für Großbetriebe fallen (laufende Betreuung einschließlich Betriebsprüfung bzw
Im Verhältnis zu Russland besteht gemäß Art. 25 des DBA zwischen Österreich und Russland grundsätzlich die Möglichkeit, Verfahren zur Beseitigung der bilateralen Doppelbesteuerung zu führen (Verständigungsverfahren). Allerdings waren in der Praxis solche Verfahren bisher kaum durchführbar, zumal in Russland die Verfahrensvorschriften dafür fehlten. Mit einer Leitlinie für die Abwicklung von bilateralen Verständigungsverfahren wurde diese verfahrensrechtliche Lücke nunmehr geschlossen. Der potentiell mit Doppelbesteuerung konfrontierte Steuerpflichtige hat damit erstmals tatsächlich
Der länderbezogene Bericht (CbC-Report) ist von den betroffenen berichtspflichtigen Unternehmen bis spätestens zwölf Monate nach dem letzten Tag eines Wirtschaftsjahres (Berichtsjahr) auf elektronischem Wege an das zuständige Finanzamt zu übermitteln. Für das Kalenderwirtschaftsjahr 2018 ist es daher spätestens am 31.12.2019 wieder soweit. Dabei ist nur ein standardisiertes XML-Schema zulässig. Erfahrungsgemäß bereitet gerade die Generierung dieses XML-Files vielen Unternehmen Probleme. Dazu können wir Ihnen ein spezielles Konvertierungs-Tool anbieten und Sie somit künftig auch technisch bei
Am 8. November 2019 hat das OECD-Sekretariat ein Diskussionspapier veröffentlicht, welches verschiedene Überlegungen für eine globale Mindestbesteuerung darlegt. Dieses „Global Anti-Base Erosion“ Proposal (GloBE) soll Staaten ein Besteuerungsrecht dort zusichern, wo andere Staaten nicht oder zu wenig besteuern. Damit sollen jene BEPS-Problematiken bekämpft werden, die nach Umsetzung der Maßnahmen aus dem BEPS-Projekt noch verblieben sind (BEPS 2.0). Dieses Konzept könnte die globale Konzernbesteuerung gravierend verändern. Nach öffentlicher Konsultation veröffentlichte die OECD im Mai 2019 das „
Im September 2019 hat der österreichische Standardsetter AFRAC („Austrian Financial Reporting and Auditing Committee“) eine neue Stellungnahme zur Wesentlichkeit bei der Aufstellung von UGB-Abschlüssen veröffentlicht. Die neue AFRAC-Stellungnahme 34 beschäftigt sich einerseits mit dem Grundsatz der Wesentlichkeit und andererseits mit Einzelfragen wie der Auslegung, der Beurteilung und dem Anwendungsbereich der Wesentlichkeit im Rahmen der Aufstellung von Einzel- wie auch Konzernabschlüssen nach UGB. Anwendungsbereich der AFRAC-Stellungnahme Die neue AFRAC-Stellungnahme 34 vom September 2019 behandelt